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Zur sozialen Bedeutung internationaler Vorbilder in der spätetruskischen Grabarchitektur am Beispiel der tonnengewölbten Kammergräber (in Tübingen - andere Veranstalter)

Datum:

31/12/4


Zur sozialen Bedeutung internationaler Vorbilder in der spätetruskischen Grabarchitektur am Beispiel der tonnengewölbten Kammergräber (in Tübingen - andere Veranstalter)

Vortrag von Dr. Raffaella Da Vela (Tübingen).

Die aus Etrurien bekannten tonnengewölbten Kammergräber liegen überwiegend in der Region um dem Trasimenischen See herum und stellen eine Ausnahme in der etruskischen Grablandschaft dar. Trotz mehrerer Versuche, diese Gräber auf bestimmte großgriechische oder makedonische Vorbilder zurückzuführen, zeigt die Formanalyse, dass sie nicht nach einem einheitlichen Schema betrachtet werden können. Zudem ist der chronologische Rahmen nicht einheitlich, sondern liegt zwischen der Mitte des 3. und der Mitte des 1. Jhs. v. Chr. Die Monumentalität dieser Sonderform muss eine tragende Rolle als Kommunikationsträger gespielt haben. Im hellenistischen Osten wie auch in Süditalien und Etrurien sind tonnengewölbten Kammergräber häufig von weiteren Prestige-Merkmalen geprägt, wie architektonisch geschmückten Fassaden, Wandmalereien und reichen Grabausstattungen. Welche ist die soziale Bedeutung dieser Grabarchitektur innerhalb der spätetruskischen lokalen Gemeinschaften? Auf welche politischen und sozialen Akteure können diese Gräber zurückgeführt werden? Welche Rolle spielten die Auftraggeber in der Auslese und Reinterpretation internationaler Vorbilder? Diese Fragestellungen werden durch die Analyse der sozialen Bedingungen und der landschaftlichen Einbindung der Gräber und einer erneuten Auswertung der epigraphischen und materiellen Kontexte untersucht.

Informationen

Datum: Mi 4 Dez 2019

Uhrzeit: Um 18:15

Organisiert von : Universität Tübingen - Institut für Klassische Archäologie

Eintritt : frei


Ort:

Institut für Klassische Archäologie, Schloss Hohentübingen, Raum 165, Burgsteige 11, Tübingen

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