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Klavierabend mit Pietro Ceresini (in Heidelberg)

Datum:

31/07/12


Klavierabend mit Pietro Ceresini (in Heidelberg)

Das für den 22. April geplante Konzert wird nun doch nachgeholt!!!

Pietro Ceresini (Freiburg i.Br.) spielt Klavierwerke von Ludwig van Beethoven, Martin Münch und Maurice Ravel.

„Da haben Sie eine Sonate, die den Pianisten zu schaffen machen wird, die man in fünfzig Jahre spielen wird“. Die sogenannte Hammerklaviersonate bezieht eine besondere Stellung in dem Schaffen Ludwig van Beethovens, dessen 250. Jubiläum dieses Jahr gefeiert wird. Das Stück galt lange Zeit hinsichtlich der Länge, der allzu ausgedehnt sinfonischen Anlage, der seltsam anmutenden kontrapunktischen Ansätze, aber vor allem anhand der geistigen und körperlichen Anstrengung für unspielbar, bis Franz Liszt erst Jahrzehnte nach dem Tode des Komponisten das Werk uraufführte. Die Sonate erschien in der Erstausgabe 1819 in Wien und in London und ist nach der klassischen Sonatenmuster in die üblichen vier Sätze gegliedert. Sehr spannend ist anzumerken, dass in der Londoner Ausgabe das Adagio dem Scherzo vorangestellt war. Um E. Fischer zu zitieren, „hier hat ein Irdischer alle Fakten des Lebens, die Härten, die Ungerechtigkeiten, die Freuden, den Trost des Himmels, das sursum corda, das Diesseitige und das Jenseitige, das Hineingestelltsein zwischen Körper und Geist, zwischen Zeitliches und Ewiges, das Teilhaben am Vorstellbaren und Unvorstellbarem, uns nicht zum Begreifen gegebenen, in einer Geistesschöpfung dargestellt und sublimiert".
Einen Kontrast zu dem allgemein extrovertierten Charakter der Hammerklaviersonate bilden die Stücke, die in der zweiten Hälfte dem Publikum dargeboten werden: zuerst ein klanglicher Kontrast mit der Meditation-Fantasie op.47a von Martin Münch. Die Meditation bewegt sich in einer beschaulichen Atmosphäre, wobei eine schöne Kantilene aus den Nebeln emporsteigt, sehr langsam zur vollen Entfaltung gegen das Ende des Werkes gebracht wird, bis sie allmählich wieder zurücktritt und mit Abschiedsweh in den Nebeln wieder entschwindet. Von der großen Sonatenform zu den Miniaturen, also ein struktureller Kontrast mit den 12 Märchen op. 32 von M. Münch, kurze aber sehr prägnante Stücke, die verschiedene Klangbilder musikalisch-malerisch ausdrücken, und zum Schluß eine Auswahl aus den Valses sentimentales op 48 vom gleichen Komponisten. Die sehr effektvollen und ausdrucksstarken Werke aus dieser Sammlung bestechen durch sensible und ausgewählte klangliche Differenzierung, wobei Zierlichkeit und Zartheit, mächtige Erhabenheit, seufzendes Gemurmel, gewaltige Wutausbrüche die Zuhörer von tiefer Trauer bis zum jubelnden Triumph mitzureißen und zu bewegen vermögen. (Pietro Ceresini)

Im Rahmen des Neckar-Musikfestivals: >>>

Tickets (€ 6;-): >>>

Informationen

Datum: So 12 Jul 2020

Uhrzeit: Um 19:30

Organisiert von : Piano International e.V. Heidelberg

In Zusammenarbeit mit : Italienisches Kulturinstitut Stuttgart

Eintritt : Mit Eintritt


Ort:

Schloss Wolfsbrunnen, Konzertsaal, Wolfsbrunnensteige 15, Heidelberg

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