Diese Website benutzt zur besseren Handhabung Cookies. Bevor Sie weiternavigieren akzeptieren Sie bitte, dass wir Cookies benutzen OK

Terraferma (in Heidelberg)

Datum:

31/01/20


Terraferma (in Heidelberg)

Film von Emanuele Crialese (2011).

Im Mittelpunkt steht eine Familie auf einer kleinen Insel in der Nähe Siziliens. Großvater Ernesto widmet sich mit seinem Enkel Filippo noch dem traditionellen Fischfang. In seinem Haus lebt auch Filippos Mutter Giulietta, die Schwiegertochter Ernestos. Ihr Mann, Ernestos Sohn, ist vor einiger Zeit beim Fischen auf hoher See ums Leben gekommen. Giulietta ist mit ihren Lebensumständen unzufrieden. Sie spricht mit ihrem Sohn Filippo darüber, dass sie beide aufs Festland gehen und dort Arbeit suchen sollten, was Filippo aber ablehnt. Nino, Ernestos anderer Sohn, lebt inzwischen vom Tourismus. Er kann sich einiges leisten und schenkt Filippo ein Moped, das aber von der neidischen Dorfjugend sofort zu Schrott gefahren wird.

Eines Tages treffen Ernesto und Filippo mit ihrem Boot beim Fischen auf ein überladenes Floß mit heftig winkenden afrikanischen Flüchtlingen. Sie nehmen einige, die ins Wasser springen und auf sie zuschwimmen, an Bord. Die herbeieilende Küstenwache drängt das Floß indessen ab. Die meisten der geretteten Flüchtlinge können das Fischerboot Ernestos im Schutz der Nacht verlassen. Eine schwangere Flüchtlingsfrau und ihr Sohn werden im Hause Ernestos aufgenommen, wo die Frau, die noch in derselben Nacht ihr Baby zur Welt bringt, zunächst bleiben kann. Die Polizei sucht am nächsten Tag nach den entkommenen Flüchtlingen. Sie beschlagnahmt aus Schikane Ernestos Boot, findet die Flüchtlingsfamilie im Hause Ernestos aber nicht.

Giulietta möchte die Flüchtlingsfamilie loswerden, aber Ernesto behält sie zunächst weiterhin im Haus. Auch bei Giulietta wächst langsam das Mitleid mit der Flüchtlingsfrau Sara, die wie sie ihren Mann vermisst und ein besseres Leben sucht. Später erfährt man, dass die Frau vom Horn von Afrika kommend über Libyen auf das Floß gekommen ist und zu ihrem Mann nach Turin möchte.

Bei einem nächtlichen kleinen Badeausflug mit seiner Freundin schwimmen erneut Flüchtlinge auf Filippos Boot zu. Er wehrt sie mit Ruderschlägen gewaltsam ab und fährt mit dem Boot davon. Am nächsten Morgen werden einige der Schwimmer dem Verdursten nahe am Strand von Touristen aufgefunden. Die herbeigerufene Polizei drängt die Touristen ab und sperrt den Strand. Was weiter mit den Flüchtlingen geschieht, erfährt man nicht.

In einer nächtlichen Autofahrt will Ernesto die bei ihm versteckte Flüchtlingsfamilie aufs Festland bringen, aber die Polizei kontrolliert alle Fahrzeuge, die auf die Fähre wollen. Sie kehren um. Filippo, den inzwischen – nach dem Anblick der verdurstenden Flüchtlinge am Strand – das Gewissen plagt, entführt kurzerhand den Lieferwagen, nachdem Ernesto und Giulietta ausgestiegen sind. Er fährt zum Hafen, um die Flüchtlingsfrau mit ihren beiden Kindern auf dem Familienboot aufs Festland bringen. Der Film endet mit einer langen Luftaufnahme, die zeigt, wie das Boot in dunkler Nacht hinaus auf das Meer fährt.

 

Informationen

Datum: Fr 20 Jan 2023

Uhrzeit: Um 18:00

Organisiert von : Universität Heidelberg - Italienzentrum

In Zusammenarbeit mit : Italienisches Kulturinstitut Stuttgart

Eintritt : frei


Ort:

Romanisches Seminar, Seminarstr. 3, Heidelberg

10907