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Die Krönung Rogers II. 1130 und die konstantinische Basilika in Palermo (a Friburgo - evento di altri)

Data:

18/07/2019


Die Krönung Rogers II. 1130 und die konstantinische Basilika in Palermo (a Friburgo - evento di altri)

Vortrag von PD Dr. David Knipp (Hamburg).

Die bei der Erforschung der monumentalen Inschriften der Martorana aufgefallenen synkretistischen Phänomene wiesen unmittelbar auf die alte Basilika von Palermo hin, bis zu ihrer Zerstörung 1169 der wichtigste Sakralbau der Stadt, der als byzantinische Kirche, kalbidische Moschee und normannische Kathedrale das Spektrum von Kult und Schrift im demographischen Wandel widerspiegelte. Hinweise auf den griechischen Ritus stehen hier neben singulären Manifestationen einer synkretistischen Haltung (Koran-Inschrift Königsportal). Diese Themen sind erst jüngst mit Bezug auf gemeinsame Kultformen der Melkiten, Syrisch-Orthodoxen und Muslime um 1160 im Tur Abdin und in Damaskus in den Fokus der Forschung gerückt: Sizilien ist als Ort solcher Phänomene noch gar nicht wahrgenommen worden. Trotz einer Vielzahl von frühchristlichen bis mittelbyzantinischen Bauschmuckfragmenten, die im normannischen Neubau von 1184 verbaut und konserviert wurden, Resten byzantinischen Mauerwerks in situ, sowie einer noch unbekannten Zahl kalbidischer Stuckfragmente (Galleria Regionale, Magazin), ist die alte Basilika von Palermo von der Sizilienforschung praktisch ignoriert worden. Für die Position der bilingualen syrischen Orthodoxen in Palermo nach 1071 einerseits, und die Dynamik synkretistischer Praxis andererseits, kommt dem Bau eine Schlüsselrolle zu, deren Bedeutung als Grundlage und Voraussetzung für die Zuwanderung syrischer und fatimidischer Christen in den 1150er Jahren noch gar nicht erkannt ist. Damit schließt das Vorhaben thematisch direkt an die bereits durchgeführten Forschungen zur Martorana an, deren Ergebnisse auf diese Weise erst kontextualisiert werden können. Die Rolle, die den zugewanderten arabischen Christen bei der Entstehung der "islamischen" Facette der normannischen Kunst möglicherweise zukam, ist noch kaum in Betracht gezogen worden, ihre Spur läßt sich hier jedoch verfolgen. Formierung und Selbstdefinition der neuen normannischen Dynastie sind gerade in der seit 1071 als Kathedrale, seit 1130 als Ort der Krönung genutzten Basilika, die 200 Jahre lang die Hauptmoschee der kalbidischen Emire gewesen ist, schärfer nachzeichnen, als irgendwo sonst in Palermo. Eine komplette Erfassung und Photodokumentation aller physischen Reste der konstantinischen Basilika und ihrer byzantinischen und kalbidischen Modifikationen soll dabei ergänzt werden durch die Auswertung von bisher unbeachteten Quellen sowie diwan-Dokumenten des Hofes.Christen in der einzigen orthodoxen Kirche Palermos in wachsendem Umfang auslösten.

Informazioni

Data: Gio 18 Lug 2019

Orario: Dalle 18:00 alle 19:30

Organizzato da : Universität Freiburg - Abteilung Christliche Archäologie und Byzantinische Kunstgeschichte

Ingresso : Libero


Luogo:

Università, Kollegiengebäude I, HS 1098, Platz der Universität 3, Friburgo

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